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Archiv - Dauerausstellung:  Raum 4 - Schule um 1900  


Sitzarbeit
Zweier- und Dreier-Schulbänke gehörten in Berlin um 1900 zur Standardeinrichtung der Gemeindeschulen. Sie setzten die
äußeren Bedingungen für Lernen, Körperhaltung und für das Lehrer-Schüler-Verhältnis. Ihr Gebrauch wurde durch präzise Vorschriften geregelt. Schulbänke galten und gelten als Mittel der Disziplinierung und autoritären Erziehung.

Als modern galten Schulbänke, die billig und haltbar waren, die Schüler/innen zu einer richtigen Körperhaltung nötigten, dem krummen Rücken vorbeugten, ein bequemes Aufstehen und Niedersitzen ermöglichten, dem Lehrer die Übersicht über alle Schüler/innen gewährten, die Reinigung des Fußbodens nicht beeinträchtigten und anderes mehr. Die Schulmöbelhersteller konstruierten solche Bänke um 1900 in ca. 60 verschiedenen Systemen.

Da aber langes Stillsitzen auch in gut konstruierten Schulbänken dem jugendlichen Körper Schaden zufügt, forderten Turnlehrer das tägliche Turnen in der Schulbank: freie Bewegung und Ausgleichs- übungen als Gegengewicht zur „stundenlangen Sitzarbeit”. 



Schulbank
- Sitzarbeit
Turnen zwischen Bänken
 Für den Inhalt der Webseiten zeichnet die Leiterin, Frau Dr. Martina Weinland, verantwortlich.