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Schule in der DDR der 1970er Jahre
Laufzeit: 30. November 2007 bis auf weiteres.
Die Ausstellung thematisiert einen kleinen Ausschnitt des politischen
Systems der DDR und der Lebensverhältnisse der Menschen, die
in
ihr lebten, nämlich das Erziehungs- und Bildungssystem der
1970er
Jahre, „die Schule“, von der eine ganze Generation
entscheidend geprägt wurde.
Es ist die Generation der Eltern jener nach dem Fall der Mauer
geborenen Jugendlichen, die zu wenig über die DDR wissen, sie
aber
dennoch positiv beurteilen. „Berliner Schüler
verklären
die DDR“ und ähnlich lauten derzeit die Schlagzeilen
in
Presseberichten über eine neue Umfrage. Konstatiert wird,
daß die Lehrer versagen.
Doch was erzählen eigentlich Eltern ihren Kindern von der DDR,
von ihrer eigenen Schulzeit in den siebziger Jahren ?
- Daß
gutes Lernen für den Staat, die sozialistische
Gemeinschaft ganz groß geschrieben war ? Aber was
für
ein Druck wurde zum Beispiel bei „Lernkonferenzen“
auf leistungsschwächere Schülerinnen und
Schüler
oder gar Lernverweigerer ausgeübt ? Wurden die individuellen
Fähigkeiten und Neigungen der Kinder und Jugendlichen in der
DDR-Schule angemessen gefördert ?
- Daß in der Schule noch Disziplin und
Ordnung herrschten ?
Aber
waren die geforderte Einordnung ins Kollektiv und die Unterordnung
unter die Lehrer wirklich erstrebenswerte Verhaltensmuster der
Schulkinder ? Wie stand es mit freier
Meinungsäußerung in
Unterricht und Schulalltag ?
- Daß die
Aktivitäten und Veranstaltungen der Jungen
Pioniere
und der FDJ viel Spaß gebracht haben ? Aber war die Teilnahme
letztendlich nicht Pflicht für alle ? Hätte man als
Jugendlicher nicht lieber manchmal nur „abgehangen“?
- Daß die Schulbücher nichts
kosteten ? Aber bestand
ihr Preis
nicht in der Ideologie, die sie auch vermittelten ?
- Daß die sozialistische Einheitsschule
die soziale
Benachteiligung
des westlichen Schulsystems aufhob ? Aber entstanden nicht
über
die
staatliche Zulassung zum Abitur unter sozialistischem Vorzeichen neue
Privilegien und Eliten?
Der Fragenkatalog
ließe sich fortsetzen. Mit der Ausstellung
wird
versucht, Gespräche zwischen Kindern und Jugendlichen und den
damals in der DDR heranwachsenden Eltern und Lehrern in Gang zu setzen.
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