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Spielzeugausstellung
Der Spielzeugbestand des
Stadtmuseums zählt zu den größten
Sammlungen Berlins und umfaßt die Altbestände des
Berlin Museums, des Märkischen Museums und des Schulmuseums.
Durch Ankäufe konnten in den 1990er Jahren die beiden
Spezialsammlungen Scholtz-Mundorf und Groß erworben werden,
die mit Dokumenten und Objekten vor allem die Zeit um 1900
eindrucksvoll belegen.
Eine Übernahme des Sammlungsbestandes des Vereins
Kindheit e.V. 2002 schloß noch vorhandene Lücken zur
Geschichte des DDR-Spielzeugs.
Anhand dieser vielfältigen, jetzt zusammengeführten
Sammlungen zählt der Spielzeugbestand rd. 250.000 Objekte, die
einen Überblick zur Kindheitsgeschichte der letzten 150 Jahre
in Deutschland und speziell in Berlin bieten.
Der Geist einer Epoche spiegelt sich in ihrem Spielzeug wider, dies
gilt vor allem für das 19. Jahrhundert, dem Zeitalter, das die
Kindheit als eigenständige Entwicklungsstufe entdeckte, eine
Kultur im Kinderzimmer schuf und zum Entstehen eines Spielzeugmarktes
führte.
Der größte Teil des ausgestellten Spielzeuges stammt
aus bürgerlichen Haushalten und erlaubt mit „Der
großen Welt im Kleinen“ Rück- und
Einblicke in den Alltag unserer Vorfahren.
Puppenstuben, vollständig eingerichtete Küchen und
Geschäfts- stuben wie Hutsalon und Spielzeugladen zeigen
anschaulich Angebot und Nachfrage der realen Welt. An ihnen wird auch
die geschlechtsspezifische Erziehung deutlich.
Das Spiel der Mädchen verwendet in viel
ausgeprägterem Maße Personen, Verhältnisse
und Geschehnisse der vertrauten Welt, während die meisten
Jungen am liebsten mit Dingen spielen, die
in die weite Welt hinaus weisen.
Die Beobachtung bestätigt immer wieder, dass sich
Mädchen teilweise für anderes, aber auch
‚anders‘ interessieren als Jungen, dies zeigt sich
auch schon an den Spielen der Vorschulzeit.
Darum nehmen Puppen bei Mädchen einen so großem Raum
ein, während Jungen technisches Spielzeug und den Wettkampf
untereinander bevorzugen. Die letzten 50 Jahre in Berlin und
Deutschland sind allerdings charakterisiert durch eine Angleichung des
Spielwarenangebotes und bieten heute, geschlechts- unabhängig,
je nach Vorliebe, Neigung und Geldbeutel für jedes Kind alles.
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