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Lehrmittel
Kinder lernen leichter,
wenn der Unterrichtsstoff mit sinnlicher Anschauung verbunden wird. Das
wussten Pädagogen und Lehrer auch schon vor hundert
Jahren und verwendeten im Unterricht Lehrmittel, die eine sinnliche
Wahrnehmung, ein Begreifen mit den Sinnen ermöglichten.
Für jedes Fach gab es Unterrichtshilfen, z.B. Wandbilder und
Wandkarten, Rechenmaschinen, Globen, Tellurien für den
Astronomieunterricht, ausgestopfte Tiere, Nachbildungen aus der
Tier-und Pflanzenwelt sowie des menschlichen Körpers,
Apparate, Modelle und Hilfsgeräte für den
physikalischen, chemischen und technologischen Unterricht (z.B.
Anwendung der Elektrizitätslehre bei der
Straßenbahn).
Solche Anschauungsmittel hatte jede preußische Volksschule.
Sie wurden in besonderen Schränken aufbewahrt, die in
den großen
Berliner Gemeindeschulen im "Lehrmittelzimmer" standen. Diese Anschauungsmaterialen verweisen
auf die Differenzierung der Unterrichtsinhalte und das relativ hohe
Bildungsniveau, das Kinder und Jugendliche vor 100 Jahren in den
Berliner Gemeindeschulen erwerben konnten.
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