header2
Das Museum         
Kindheit und Jugend  
gehört zur Stiftung    
Stadtmuseum Berlin   

logo

hk1 hk2 hk3 hk4 hk5 hk6 hk7
Archiv - Dauerausstellung:  Raum 4 - Kinderleben

Hertha  Hertha -  12 Jahre
WILLI MARTHA ANNA FRIEDA OTTO ELSE GRETE FRITZ TRUDE KARL ERWIN EITEL HERTHA MAX LUZIE
Stimmt, was Luzie sagt. Ich würde schon ganz gerne Lehrerin werden, aber das geht nicht.

Da hätte ich nämlich von Anfang an in eine Höhere Töchterschule gehen müssen und die kostet Schulgeld. Und schließlich will ich später einmal heiraten, dann könnte ich doch nicht mehr Lehrerin sein.

Ach so, ich habe mich noch nicht vorgestellt: Ich heiße Hertha und bin zwölf.

Außerdem machen wir uns mit den höheren Töchtern manchmal einen Witz. Dann rufen wir ihnen nach: „Hinten Lyzeum, vorne Museum!“

In der Gemeindeschule lernen wir zwar nicht Französisch, aber doch auch recht viel: Religion, Deutsch, Rechnen, Zeichnen. Schreiben, Gesang und Turnen haben wir in allen acht Klassen, vom vierten Schuljahr an auch noch Geschichte, Naturkunde, Erdkunde und später kommt noch Raumlehre dazu.

Handarbeit haben nur die Mädchen. Dafür haben wir in anderen Fächern weniger Stunden als die Jungen, vor allem in Geschichte, Rechnen, Raumlehre und Naturkunde.

Manche sagen, daß Mädchen für diese Fächer sowieso nicht besonders begabt sind. Ich bin in fast allen Fächern „gut“ bis „sehr gut“.

Wenn mein Vater es erlaubt, mache ich nach der Schule einen Steno- und Schreib- maschinenkurs, dann kann ich bis zur Heirat als Bürogehilfin arbeiten und Geld verdienen.
 


     Zur Auswahl der Geschichten bitte in
diesem Foto auf das jeweilige Kind klicken !



 Für den Inhalt der Webseiten zeichnet die Leiterin, Frau Dr. Martina Weinland, verantwortlich.