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Archiv - Dauerausstellung:  Raum 4 - Kinderleben
Eitel  Eitel -  13 Jahre
WILLI MARTHA ANNA FRIEDA OTTO ELSE GRETE FRITZ TRUDE KARL ERWIN EITEL HERTHA MAX LUZIE
Ich heiße Eitel, bin dreizehn, und werde nächstes Jahr konfirmiert.

Wir haben jetzt Konfirmandenunterricht, ein ganzes Jahr lang, zweimal die Woche.

Die Konfirmation hat aber auch was Gutes: Man bekommt viele Geschenke, einen Anzug mit langen Hosen, vielleicht sogar eine Uhr, und man gehört fast schon zu den Erwachsenen.

Danach werde ich aus der Schule entlassen. Ich möchte Modelltischler werden. Hoffentlich bekomme ich eine Lehrstelle. Die Aussichten sind nicht schlecht, denn in Rechnen, Raum- lehre und im Zeichnen habe ich immer „sehr gut“.

Ich werde wegen meines Vornamens oft gefoppt, aber ein Sohn von unserem Kaiser heißt doch auch so!

Woher ich diesen komischen Namen habe? Alle meine älteren Geschwister fangen mit E an: Erna die älteste, dann Emilie, Ernst, Emma, und als ich kam, fiel meiner Mutter nichts Besseres ein als Eitel.

Den Namen hat sie wohl aus der Familien- zeitung „Gartenlaube“, wo immer Berichte über die Kaiserfamilie stehen.

Freuen tu ich mich aber, wenn Herr Döge, unser Lehrer, mich lobt: „Unser bester Rechner ist Eitel!“ „Stimmt gar nicht!“ ruft dann mein Freund in die Klasse, und wir alle lachen.



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