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Archiv - Dauerausstellung:  Raum 4 - Kinderleben 


Junge sein / Kinder in Uniform
Technisches und militärisches Spielzeug sowie Unterrichtsmittel für Raumlehre und Linearzeichnen dienten unter anderem der Vor- bereitung des Jungen auf seine spätere Rolle als Familienvater und seinen Aufgaben in Staat und Gesellschaft.

Die Neuerungen auf allen Gebieten der Industrie, des Handels und Verkehrs verlangten auch in gewerblichen Berufen zunehmend mehr Wissen und Können in Mathematik, Naturwissenschaften, Mechanik und Technik. Das Spielzeug der Knaben machte diese Entwicklung mit. Im begeisterten Spiel mit Eisenbahn und Dampfmaschine wurden Knaben schon im Kindesalter mit technischen Abläufen vertraut gemacht.

In der (Volks-) Schule hatten Knaben anstelle des Handarbeits- unterrichts der Mädchen zusätzliche Stunden in Rechnen, Raumlehre, Naturkunde, Geschichte, Zeichnen und Turnen.
Das räumliche Vorstellungsvermögen der Schüler und ihre Fertigkeiten im Zeichnen wurden besonders gefördert.

Für Knaben galt in der Kaiserzeit der Soldat als patriotisches Vorbild. Dieses Vorbild wurde unterstützt durch ein reichhaltiges Angebot von militärischem Spielzeug: Burgen, Blei- und Zinnsoldaten, Kanonen, Kriegsliteratur.

Der „kleine Soldat“ in Uniform und strammer Haltung war ein beliebtes Motiv auf Foto-Postkarten. Nachgeahmt wurde dabei mit niedlichen Knaben „aus dem Volk“, was die Prinzen vorlebten.
Diese hatten bereits als Kinder richtige Offiziersuniformen und standen ihren Leibregimentern dem Titel nach als Chef vor.

Auch die (Volks-) Schule war von Militärischem geprägt. Die Knaben traten als „Schulrekruten“ in die Volksschule ein und lernten dort die gewünschten soldatischen Tugenden und Eigenschaften wie körperliche Tüchtigkeit, Ordnung und Pflichtgefühl, Vaterlandsliebe, Treue und Gehorsam.


Knabenklasse
- Junge sein
Uniform
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