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Archiv - Sonderausstellung: Schule in der DDR der 1970er Jahre


Jugendorganisationen

Die 1948 gegründete Pionierorganisation „Ernst Thälmann“ gliedert sich in die „Jungpioniere“ (1.-3. Klassenstufe) und in die Thälmann- pioniere (4.-7. Klassenstufe). Bei ihrer Aufnahme geben die Pioniere das Versprechen ab, die Pioniergesetze zu befolgen.

Als äußeres Zeichen ihrer Mitgliedschaft tragen die Jungpioniere ein blaues, die Thälmannpioniere ein rotes Halstuch. Die komplette Pionierkleidung (weiße Bluse, blaues Käppi, Halstuch) wird nur zu besonderen Anlässen getragen.

Kleinste Einheit der Organisation ist die Pioniergruppe, in der Regel identisch mit der Schulklasse. Einmal im Monat gibt es einen Pioniernachmittag, der vom Gruppenrat vorbereitet und durchgeführt wird. Diese Veranstaltungen werden in einem „Gruppenbuch“ dokumentiert.

Die Pionierorganisation kann von der SED Aufträge erhalten, zum Beispiel das Sammeln von Glas, Altpapier oder Schrott. So werden die Kinder ehrenamtlich und spielerisch in den Aufbau der DDR einbezogen.

Alle drei Jahre gibt es Pioniertreffen als Massenveranstaltung, auf denen die Kinder Rechenschaft über ihre Leistungen ablegen und den Zusammenhalt mit Partei und Regierung demonstrieren.

Die 1946 gegründete einheitliche Massenorganisation Freie Deutsche Jugend (FDJ) erfaßt die Jugend im Alter zwischen 14
und 25 Jahren, in der POS die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 - 10. Ihr Ziel ist die sozialistische Erziehung nach den Vorgaben der SED.

Wie die SED ist sie als Pyramide aufgebaut: Die Spitze bildet der FDJ-Zentralrat, darunter stehen FDJ-Bezirksleitungen, darunter FDJ-Kreisleitungen, darunter Betriebs-, Hochschul- und Schulleitungen.

Die FDJ verfügt über ein Netz aus Einrichtungen und Klubhäusern. Neben der politischen Arbeit, zu deren Höhepunkten die Aufmärsche zu den Weltfestspielen oder die Pfingsttreffen gehören, organisiert die FDJ auch kulturelle Aktivitäten, etwa die „Messe der Meister von morgen“ oder das „Festival des politischen Liedes“.

Die Mitgliedschaft in der FDJ ist zwar freiwillig, doch die wenigen Nichtmitglieder gelten als Außenseiter und werden oft in ihrem beruflichen Fortkommen behindert.

Die gezeigten Fotos und Dokumente betreffen die Aufnahme in die Pionierorganisation, Pioniermanöver, Pionier-Aktivitäten, Selbst- verpflichtungen von Thälmannpionieren einer 5. Klasse der 10. POS Berlin-Lichtenberg und die Freie Deutsche Jugend. In einer Vitrine sind gegenständliche Zeugnisse aus dem Pionier- und FDJ-Alltag zu sehen.
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FDJ
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