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Vierte Nische: Jugendalter
Die
Fotoleisten in den oberen Regalfächern zeigen Konfirmanden und
Jugendweiheszenen, Fotos von BDM, Hitlerjugend und FDJ, Fotos aus dem
Schülerprojekt „Made in Berlin“ und Jungen
und
Mädchen als Lehrlinge bzw. junge Arbeiter.
Traditionell hatten Konfirmation bzw. Jugendweihe die Funktion,
den
Abschluß der Schulzeit und den Eintritt ins Erwachsenenleben
zu
bekunden und zu feiern. Obwohl sich Schul- und Jugendzeit inzwischen
deutlich verlängert haben, wurden diese Rituale bis heute
beibehalten. Ihnen ist die erste Vitrine gewidmet: die Konfirmation
anhand historischer Fotos und Dokumente, die Jugendweihe als wichtiger
Bestandteil des Jugendlebens in der DDR.
Zum Thema Jugendorganisationen werden Gegenstände und
Dokumente
aus dem „Wandervogel“, den Jugendorganisationen
der
DDR und
der Hitlerjugend gezeigt.
Die präsentierten Gegenstände zu
geschlechtsspezifischen
Stereotypen („Typisch Mädchen?“,
„Typisch
Junge?“) können möglicherweise provozieren
und das
eigene Rollenverständnis vergegenwärtigen. Ein
„Tanzvergnügen um 1900“ liefert den
historischen
Kontrast.
Der Eintritt ins Erwachsenenleben wird ausschließlich
historisch
betrachtet. Um 1900 beginnt die Mehrzahl der Jugendlichen schon im
Alter von 14 Jahren eine Lehre bzw. eine Erwerbsarbeit als ungelernte
Arbeiter. Die Themen „Frauenberufe“ und
„Handwerker- lehre“ verweisen auf die noch starre
Geschlechtertrennung auch im Berufsleben.
Produkte „Weiblicher Handfertigkeiten“ (Stick- und
Stopftücher, Wäschebänder, Schrankborten
usw.) bezeugen
nicht nur die Geschicklichkeit junger Frauen, sondern auch die ihnen
von konservativer Seite zugewiesene gesellschaftliche Position:
Hausfrau und Mutter als Lebensaufgabe.
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